Kopenhagen, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts: Die Svajere waren die Fahrradkuriere der Stadt — laut, schnell, scharf in den Kurven. Sie transportierten Bierkisten, Kartoffelsäcke und alles, was die Stadt brauchte, auf langen Lastenrädern. Und weil jeder Arbeitstag ohnehin ein Rennen war, machte man ab den 1940ern ein offizielles daraus: das Svajerløbet, die dänische Lastenrad-Meisterschaft.
Um 1960 verschwand das Rennen — und kam 2009 zurück, wiederbelebt unter anderem von Larry vs Harry. Ja, genau: die Leute, die das Bullitt bauen. Das Rennen und unser Rad kommen aus derselben Kurierkultur. Wer wissen will, warum ein Bullitt so fährt, wie es fährt, findet die Antwort im Svajerløbet.
Dieses Jahr war das Rennen so zentral wie nie: mitten in Kopenhagen, an der Dronning Louises Bro — der Brücke mit dem dichtesten Fahrradverkehr der Stadt —, Seite an Seite mit dem World-Tour-Rennen Copenhagen Sprint. Einzelrennen, Dreirad-Klasse, Oldtimer-Kategorie mit historischen Long Johns, und zum Schluss die Team-Staffel: vier Leute, ein Rad, maximales Geschrei. Startgeld: umgerechnet etwa 7 Euro. Zuschauen: kostenlos. Danach: Gruppenfoto, Bier, blaue Flecken vergleichen.
Und jetzt die eigentliche Frage: Wer fährt 2027 mit uns hin? Kopenhagen ist die Mutterstadt des Bullitts, das Svajerløbet ihr Familienfest — und eine Bullitt-Frankfurt-Delegation zwischen all den dänischen Bullitteers wäre eine Geschichte, die wir noch unseren Enkeln erzählen. Ob als Fahrer:in oder am Streckenrand: Sag Bescheid, wenn du dabei wärst. Wir fangen schon mal an zu träumen.